Zur Halbzeit des Europäischen Jahres der Chancengleichheit im Sommer 2007 wurde vom BPW Germany die "Initiative Rote Tasche" ins Leben gerufen. Das prägnante Aktionssymbol verdeutlicht, dass Frauen (bei gleichem Jobprofil und gleicher Position) sprichwörtlich weniger in der "Tasche" haben als ihre männlichen Kollegen.
Laut dem Bericht des Rechnungshofes, Reihe Einkommen 2010/1, S. 191, liegt die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen in der Österreich bei 25,5 Prozent. Dabei werden die Gehälter von Vollzeit beschäftigten Frauen und Männern verglichen, gerechnet wird mit dem Mittelwert. Wird die Teilzeit-Arbeit mit berücksichtigt, liegen die Unterschiede bei 37,8 Prozent.
Mit dieser landesweiten Sensibilisierungskampagne will auch BPW Austria allen berufstätigen Frauen Mut machen und fordert: Faire Gehälter für alle!
Die konkreten Ziele der Initiative sind:
- Die Debatte über Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen beleben
- Das Bewusstsein für das Ausmaβ und die Tragweite des Problems schärfen
- Sensibilisierung und Mobilisierung aller beteiligten Akteure
- Stärkung der Frauen, damit sie aktiv und eigenverantwortlich handeln
- Reduzierung der Lohnschere in Österreich
- Lohntransparenz schaffen
- Etablierung des landesweiten Equal Pay Day
Erst wenn berufstätige Frauen realisieren, dass sie in ihrer aktuellen Position nicht das verdienen, was sie wert sind, können berechtigte Gehaltsanpassungen auch realistisch durchgesetzt werden. Nachdem BPW Switzerland und BPW Germany den Equal Pay Day in ihren Ländern bereits erfolgreich etabliert haben, wollen wir nun auch in Österreich für mehr Lohngerechtigkeit sorgen. Gemeinsam mit BPW Switzerland und BPW Germany verfolgen wir ein Ziel: Frauen fordern und bekommen das, was sie verdienen!