Equal Pay Day

Die Berechnung

Die Statistik Austria veröffenticht jährlich den Bericht "Bruttojahreseinkommen von Männern und Frauen". Der aktuellste Bericht ist im Dezember 2015 erschienen und bezieht sich auf die Einkommen im Jahr 2014. Seit heuer ist das die Basis unserer Berechnungen. Durch die Änderung der Berechnungsbasis wurde auch eine Umstellung vom Mittelwert auf den Median notwendig. Das ergab - verglichen mit den bisherigen Zahlen - eine massive Verschiebung des Equal Pay Day. 

Statistisch ist aber die Berechnung auf Basis der Medianwerte genauer und besser, da Ausreißer nicht mehr in gleichem Maß wie beim Mittelwert die Berechnung beeinflussen können.

Der Prozentwert, den Frauen weniger verdienen - derzeit sind das 17,96%* - wird in Arbeitstage umgerechnet. Von Jahresbeginn weg werden die Arbeitstage in den Kalender eingetragen (Montag bis Freitag abzüglich der Feiertage) und so der Equal Pay Day bestimmt. Diese Vorgangsweise mag statistisch nicht korrekt sein. Sie wird aber von allen europäischen Ländern und auch der Europäischen Union analog angewandt.

Die Zahlen im Detail (Basis Vollzeitgehälter)*:

 

Frauen

Männer

Differenz

Ein-
kommens-
nachteil
der Frauen

Ein-
kommens-
vorteil
der Männer

ArbeiterInnen € 23.209 € 33.325 € 10.116 - 30,36% + 43,59%
Angestellte € 35.341 € 53.480 € 18.139 - 33,92% + 51,33%
Vertrags-
bedienstete
€ 37.173 € 39.657 € 2.484 - 6,26% + 6,68%
BeamtInnen € 55.211 € 53.641 € -1.570 + 2,93% - 2,84%
DURCHSCHNITT € 34.092 € 41.556 € 7.464 - 17,96% + 21,89%

Bei einer Basis von 260 Arbeitstagen im Jahr, abzüglich des 1. Jänner und des 6. Jänner als Feiertage, ergeben sich aus den 17,96% insgesamt 47 Arbeitstage, die Frauen länger arbeiten müssen als Männer. Daher fällt der Equal Pay Day im Jahr 2016 auf den 10. März.

*Die Zahlen basieren auf dem Bericht der Statistik Austria, Lohnsteuerdaten - Sozialstatistische Auswertungen. Erstellt am 15.01.2016. Bruttojahresbezüge gemäß § 25 Einkommensteuergesetz. Berücksichtigt sind ganzjährig Vollzeitbeschäftigte ohne Lehrlinge, gerechnet wird mit dem Median. Es gibt derzeit keinen berechneten Wert, der die Differenz in der Bezahlung von gleicher und gleichwertiger Arbeit ausweist. Alle diesbezüglichen Werte basieren auf Schätzungen oder Umfragen. Sie reichen von 12,6 % vom WIFO 2010 bis zu 46% World Economic Forum 2011.